Alpstein mit Säntis und Altmann

Viele von uns haben den Namen Alpstein schon gehört, können diesen Berg aber nicht korrekt einordnen. Nun, er ist in der Schweiz zu finden, um genau zu sein grenzt er an die Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden sowie Appenzell Innerrhoden. Sein höchster Gipfel ist der Säntis mit 2501,9m über dem Meeresspiegel. Vielleicht kann er im direkten Vergleich mit anderen Berggipfeln des Alpengebirges keine wirklich extreme Höhe aufweisen. Da er dem Bodensee allerdings sehr nahe kommt, wirkt er durch diesen umso höher.

Geologisches

Auch wenn es für die Alpen eher selten ist, so haben wir es hier mit einem Kalksteinmassiv zu tun. Der Kalkstein birgt einen großen Nachteil für die Region: Es befinden sich viele Risse, Dolinen und Höhlen darin. Sie sind im Laufe der Jahrhunderte entstanden. Leider kann durch sie das herabfließende Regenwasser anderweitig abfließen, was dazu führt, das in dieser Region im Sommer schnell eine Wasserknappheit entsteht.

Zwischen den drei Hauptgebirgszügen (Kmor, Alp Sigel und Ebenalp) befinden sich mehrere Bergseen: Seealpsee, Fälensee sowie Sämtisersee.

Zum Rheintal, also auf der östlichen Seite, fällt der dortige Grad des Alpsteins steil ab. Grundsätzlich ist beim Alpstein mit steilen Graden zu rechnen, auch wenn diese auf der westlichen Seite des Gebirgszuges nicht annähernd so hoch und steil gestaltet sind wie die auf der östlichen Seite.

Der anspruchsvolle Wanderer findet hier viele Möglichkeiten, sich zu beweisen. Im Winter sind verschiedene Abfahrten für die wahrlich geübten Ski- und Snowboardfahrer vorhanden. Aber bitte: Hier sollten wirklich nur die sehr guten Fahrer fahren. Für die anderen sind die Abfahrten zu anspruchsvoll und zu gefährlich.

Das etwas andere Alpenklima

Der Alpstein liegt im Nordosten der Alpen. Damit weist er eine andere klimatische Struktur auf als andere Regionen. Im Vergleich zu anderen Alpenregionen haben wir es hier mit relativ großen Niederschlagsmengen zu tun, die sich auf das ganze Jahr verteilen. So ist für die gesamte Schweizer Alpenregion die höchste Schneemenge pro Jahr zu verzeichnen. Wer sich in diesen Bergen auf eine Wander- oder Klettertour begibt, sollte stets auf alle Witterungen einstellen. Denn hier kann das Wetter extrem schnell umschlagen. Wer bei Sonnenschein losmarschiert, wird vermutlich in einen großen Regenschauer geraten oder von einer Nebelbank eingeschlossen. Nein – dies ist natürlich kein IST- Zustand. Es gibt auch vollkommen schöne Tage. Dennoch sollte man für alle Fälle ausgerüstet sein. Dies gilt nicht nur für die Kleidung, sondern auch für einen kleinen, zusätzlichen Notvorrat im Rucksack, der immer vorhanden sein sollte.

Der Säntis

Natürlich ist der Säntis für Bergsteiger, Kletterer und Bergwanderer jeden Alters eine fantastische Herausforderung, die man auch annehmen sollte, wenn man schon einmal in der Gegend ist. Allerdings ist die erste Herausforderung bereits die, die richtige Kleidung zu wählen. Denn hier auf dem Säntis ist es selbst im Sommer noch empfindlich kalt. Tage, an denen die Temperaturen über 10°C findet man nur im heißen Hochsommer. Und selbst dann nur für wenige Stunden.

Ja, wer auf den Säntis will muss schon einiges aushalten. Dies bezieht sich nicht nur auf die Temperaturen. Grundsätzlich ist dieser Berg nur etwas für weit fortgeschrittene Wanderer und Bergsteiger / -kletterer.

Der Altmann

Dieser Gipfel bemisst sich auf 2.435m ü.M.. Was die meisten nicht wissen, ist dass er entweder über den Lisengrat bzw. den Rotsteinpass zu erreichen ist. Diese führen beide vom höheren Gipfel, dem Säntis, ab. Selbiges gilt für den Zwinglipass. Richtig, man kann seinen Aufstieg auch am Fählensee beginnen.

Es handelt sich bei diesem Gipfel um einen ausgemachten Kletterberg. ABER auch er ist für den weit Fortgeschrittenen gedacht. Der Kletterer, der es geschafft hat, den Gipfel zu erklimmen und sich ins Gipfelbuch einzutragen, wird feststellen können, dass sich die Strapazen durchaus gelohnt haben. Die Aussicht lässt einen nicht nur die angrenzenden Regionen und Kantone, Seen und Städte von oben betrachten. Da der Altmann absolut unbebaut ist (im Gegensatz zum Säntis), reicht der Blick über diverse Länder (Schweiz, Deutschland, Österreich und Lichtenstein). Die Weite, die sich einem von hier oben eröffnet, ist gigantisch und hinterlässt ein tiefes Gefühl der Ehrfurcht.

Am Alpstein – wenn nicht hier, wo dann?

Natürlich werden Sie sich die Frage stellen, warum es Sie ausgerechnet in diesen Kanton ziehen sollte, werden Sie die Frage schnell beantwortet bekommen: Nirgendwo ist die Kombination aus Tourismus, Natur, Ursprünglichkeit und geselliger Gastlichkeit besser gelungen als hier!

Niemals werden Sie sich fragen müssen, wann denn endlich die nächste Ruhebank auftauchen wird. Niemals werden Sie sich fragen müssen, warum es für den Aufstieg keine Luftseilbahn gibt, das nächste Berggasthaus zu weit entfernt ist oder die Wanderwege so schlecht ausgeschildert sind. Denn all diese Fragen, werden Sie am Alpstein nicht stellen müssen. Die Menschen, die hier leben, sich der Tatsache bewusst, dass sie in einem der schönsten Regionen Europas leben und möchte dies gerne mit ihren Gästen teilen. Und wir wissen ja, dass man versucht, es seinen Gästen so schön wie möglich zu machen. Und das ist in dieser Region bestens gelungen.

Neben den regulären Wanderwegen wurden auch Themenwanderwege erstellt. Diverse Webcams sind in der Region aufgestellt und senden ihre Livebilder, sodass man über verschiedene Quellen auch erfahren kann, welche Wanderwege aktuell stark frequentiert sind und auf welchen man seine Ruhe genießen kann. Dies gilt übrigens auch für die Seilbahnen und die Gasthäuser. Böse Überraschungen gibt es im heutigen digitalen Zeitalter, in dem jeder sein Smartphone dabei hat, nicht mehr.

Ruhetage und Unterhaltungsprogramm

Natürlich kann man das „Unterhaltungsprogramm“ im Allgemeinen nicht mit dem auf einem Kreuzfahrtdampfer vergleichen, wo an jedem Tag etwas geboten wird. Doch kann man seine Ruhetage mit den Angeboten des Unterhaltungsprogramms zusammenlegen. Denn die aktuellen Angebote erfahren Sie selbstverständlich über die Fremdenverkehrsvereine und entsprechend an den Hotelrezeptionen. So können die Ruhetage gleich zu Beginn des Urlaubs geplant und in den Aktivitätenplan aufgenommen werden. Besser kann es doch nicht werden, oder?

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